Je älter man wird, desto mehr sehnt man sich nach dem obligatorischen Mittagsschläfchen aus Kinderzeiten zurück. Gerade in anstrengenden Lern- und Prüfungsphasen möchte man am liebsten den ganzen Stress hinter sich lassen und einfach komatös schlafen – am besten bis alles vorbei ist!

Im Schlaf wird alles, was wir den ganzen Tag über erlebt haben, verarbeitet und verankert. Hast Du also einen produktiven Lerntag hinter Dir, ist der Schlaf so etwas wie der Speichervorgang nach dem Schreiben eines Word-Dokuments. Und Du willst doch nicht, dass beim Speichern etwas schiefläuft!

Mit den richtigen Tricks für Entspannung kannst in Zukunft aber relaxter in Deine Prüfungen gehen, Blackouts vermeiden und vor wichtigen Terminen die notwendige Kraft tanken – und damit kommen die guten Noten fast wie im Schlaf!

 

Der 90-Minuten-Rhythmus

Du kennst das bestimmt: Du wachst in der Früh auf und Du fühlst Dich super ausgeschlafen, hellwach und fit für den Tag. Und das Beste: Du schaust auf Deinen Wecker und stellst fest, Du bist vor dem Wecker aufgewacht – noch ganze 45 Minuten Schlaf zum Weckerklingeln. Du drehst Dich also noch einmal um, schläfst gleich wieder ein, aber wenn dann der Wecker klingelt, bekommst Du die Augen so gut wie nicht mehr auf. Du hast den Zeitpunkt zum perfekten Aufstehen verpasst!

Sicher hast Du schon einmal was von den verschiedenen Schlafphasen gehört. Man unterscheidet zwischen Tiefschlaf- und REM-Phasen. Der Tiefschlaf ist das Standby des Körpers und dauert ca. 90 Minuten. Nach diesen 90 Minuten beginnt dann die REM-Phase. Dein Wecker sollte im Optimalfall in diesem Zeitraum klingeln. Natürlich nicht nach 90 Minuten, sondern nach einem Vielfachen davon. Also nach sechs, siebeneinhalb oder neun Stunden!

Achte also auf einen 90-Minuten-Schlafrhythmus plus 10-15 Minuten Zeit zum Einschlafen. So kannst Du morgen topfit aufwachen und durchstarten!

 

TIPP: Es gibt verschiedenste Smartphone Apps, die dich beim perfekten Schlaf unterstützen. Außerdem können spezielle Lampen, die den Sonnenaufgang simulieren, beim Aufwachen helfen.

 

Powernapping like a Genius

Was haben Einstein, Dali und Aristoteles gemeinsam? Alle drei waren Meister des Powernappings: Sie wussten um die magische Wirkung eines kurzen, intensiven Schläfchens.

Aristoteles hat hin und wieder gerne ein Mittagsschläfchen gemacht. Er hat dabei festgestellt, dass die Muskeln im Körper erschlaffen, sobald man beim Schlafen die Schwelle zum Tiefschlaf überschreitet. Also klemmte er sich während seines Schläfchens eine Schüssel zwischen die Beine. Nach etwa 15 bis 20 Minuten, haben sich seine Muskeln entspannt, die Schüssel ist auf den Boden gedonnert und er aufgewacht. Dali und Einstein hielten sich an die gleiche Vorgehensweise, nur verwendeten sie stattdessen einen Schlüssel, den sie in der Hand hielten.

Diese Schwellenphase, in der man bereits zu träumen beginnt, aber noch bei Besinnung ist, hat Dichter, wie Erfinder seit Jahrhunderten inspiriert. Wie beispielsweise Ludwig van Beethoven, dem die besten Ideen kamen, während er in seiner Kutsche „nappte“. Oder Erfinder Thomas Edison, der erzählte, dass sein Gehirn im Halbschlaf vor Ideen nur so überquillt.

 

Die Couch ruft – wir wünschen Euch erholsame Minuten und viele neue, kreative Ideen!

Eure erfolgreichen Faulpelze