Körper & Geist vereint

Am 08. Februar 2018 trafen sich in den Räumen der Augsburg Business School im Technologiezentrum Augsburg ExpertInnen und Interessierte der Thematik Betriebliches Gesundheitsmanagement. Mit zu Gast waren Prof. Dr. Simon Hahnzog, Arbeitspsychologe und BGM Experte, sowie Dr. med. Rainer Luick, Internist und Betriebsarzt, die durch den Abend führten und mit kurzen Impulsvorträgen zu spannenden Diskussionen anregten. Als Vertreter von Körper & Geist konnte dieses Redner Duo spannende Einblick sowohl zu physischen Symptomen als auch zu psychischen Ursachen liefern.

Um Betriebliches Gesundheitsmanagement durchzusetzen, ist ein langer Atem wichtig. Dr. med. Rainer Luick

Herausforderungen des BGM

In seinem Impulsvortrag zeigt Dr. Luick die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des BGM auf, die aus seiner Erfahrung als Leiter der MEDISinn Plattform, die sich diesem Thema widmet, gesammelt hat.

1. Die Thematik wird nicht ernst genug genommen.

Dies führt zu einer halbherzigen, ineffektiven Umsetzung, die keinen Nutzen bringt.

2. Der Nutzen des BGM ist schwer bezifferbar.

Es wird oft angezweifelt, ob sich das BGM lohnt. Trotz eines angenommenen ROI Werts von 1:2,7, lassen sich die Verantwortlichen oft kaum überzeugen.

3. Das TOP Management steht nicht dahinter.

Wenn die BGM Thematik nicht von oberster Stelle aus vorgelebt wird, scheitert auch die Umsetzung.

4. Fehlendes Wissen der Personalabteilung.

Gesundheit betrifft das Personal, daher sollte die Personalabteilung in der BGM Thematik unbedingt weitrechend geschult werden, um für die Herausforderungen zu sensibiliseren.

5. Mangelnde Synergie der Maßnahmen.

Meist wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement nur in Einzelmaßnahmen versucht umzusetzen. Die BGM Thematik muss in allen Unternehmensbereichen integriert und zum obersten Ziel erklärt werden. Nur bei einer Synergie zwischen allen Beteiligten und Maßnahmen kann die Umsetzung zum Erfolg führen.

6. Mangelnde Analyse der BGM Zielgruppen.

Auf diese Weise gehen die Maßnahmen an den Interessen der Mitarbeiter oft völlig vorbei.

Warum BGM?

Neben den offensichtlichen Herausforderungen wurde bei dem Vortrag allerdings auch die besondere Relevanz des Betrieblichen Gesundheitsmanagements hervorgehoben. Es ergeben sich 3 Hauptgründe für den Bedarf an BGM Maßnahmen:

1. Der demographische Wandel:

Die Zahl der arbeitsfähigen Menschen nimmt ab, wodurch die Ressource des Humankapitals an Seltenheit und Wert gewinnt. Arbeitnehmer werden außerdem älter, das Rentenalter steigt, die Beschwerden der Arbeitnehmer nehmen daher zu. Diese Alterung der Belegschaft in Verbindung mit dem allgemeinen Rückgang verfügbarer Arbeitskräfte stellt das Betriebliche Gesundheitsmanagement ins Zentrum unternehmerischen Handelns.

2. Steigende Fehlzeiten:

Statistiken beweisen diese Entwicklung bereits deutlich. Gesunde Mitarbeiter sind auch gleichzeitig die effektivsten Mitarbeiter. Um dem finanziellen Verlust durch Fehlzeiten zu entgegnen, müssen BGM Maßnahmen getroffen werden.

3. Wachsender Präsentismus:

Dieser bezeichnet die Bereitschaft von Arbeitnehmern besonders in Zeiten von hoher Arbeitslosigkeit und konju nkturellen Schwankungen trotz Krankheit zu arbeiten. Die Folge dessen sind hohe finanziellen Einbußen, die durch die Ansteckung der weiteren Belegschaft entstehen. Auch hier gilt: Gesunde Mitarbeiter machen ein gesundes und vor allem erfolgreiches und produktives Unternehmen.

Der Augsburger Weg

Zum Abschluss des Abends präsentiert Prof. Dr. Simon Hahnzog in einer Weltpremiere den Augsburger Weg  – ein Modell mithilfe dessen man in 7 Schritten zum gesunden Unternehmen gelangt. Dank des Augsburger Wegs sollen die körperliche, geistige, soziale, sowie die betriebswirtschaftliche Gesundheit zu Säulen und Ergebnis der Unternehmenskultur werden.

 

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